Nach dem Orkan „Kyrill“ im Jahr 2007 zeigte sich eine überraschende Entwicklung: Auf der vom Sturm verwüsteten Fläche keimten zahlreiche Heidekrautpflanzen – ein Zeichen dafür, dass der Samen über viele Jahrzehnte im Boden überdauert hatte. Auch seltene Zwergginsterarten wie der Behaarte und der Englische Ginster kamen zum Vorschein.
Um diese wertvolle Heidevegetation zu fördern, begannen wir mit gezielten Pflegemaßnahmen. Da Heidekraut als Lichtkeimer offenen Boden benötigt, entfernten wir an ausgewählten Stellen die Grasnarbe („Abplaggen“) und säten Heidekrautsamen aus der Umgebung aus – mit Erfolg: Bereits im Folgejahr keimten zahlreiche Jungpflanzen.
Um die Entwicklung weiter voranzutreiben, haben wir mit den Gemeindewerken einen Vertrag zur langfristigen Pflege des Areals geschlossen. Im März 2025 wurde eine weitere Fläche mit Hilfe eines Baggers abgeschält. Die abgetragene Erde wurde an die Böschung des Hochbehälters angelegt, wodurch sich der Böschungswinkel leicht abgeflacht hat.
Ziel ist es, eine Verbindung zwischen den bestehenden Heidekrautbeständen herzustellen. Mit der Einsaat werden wir allerdings noch warten – aktuell ist es zu trocken. Die weitere Entwicklung bleibt spannend, und wir freuen uns darauf, diesen besonderen Lebensraum weiter zu begleiten und zu erhalten.
Wir bedanken uns bei den Gemeindewerken Ruppichteroth für die Zusammenarbeit und die Unterstützung des Naturschutzes.



