Foto: Heinz SchumacherFoto: Heinz SchumacherFoto: Heinz SchumacherFoto: Heinz Schumacher
Das Bornscheider Tal ist zwar im Regionalplan als Gebiet für den Schutz der Natur (GSN) dargestellt, ist aber offiziell kein ausgewiesenes Naturschutzgebiet. Es handelt sich um ein typisches, bergisches, waldumschlossenes Wiesental, das von der Landwirtschaft aufgrund seiner Kleinräumigkeit und der feuchten bis nassen Böden nicht mehr bewirtschaftet wird. Es enthält dementsprechend eine reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt mit vielen regional oder sogar überregional bedeutsamen Arten.
Auch in diesen feuchten oder sogar nassen Mittelgebirgstälern ist eine Pflege (einmal jährliche Mahd mit Abräumen) notwendig, um die artenreichen Wiesen zu erhalten. Dabei können Sie uns gerne unterstützen, einfach auf den Button klicken!
Von Herbst bis zum Frühjahr ist die beste Zeit, um im Tal Gehölze zurückzuschneiden, vor allem Brombeeren müssen immer wieder verdrängt werden. Einmal im Jahr werden alle Flächen mit Balkenmäher und Freischneider gemäht, und danach mit Rechen abgeräumt. Dadurch wird verhindert, dass sich der Boden mit Nährstoffen anreichert und seinen Artenreichtum verliert.
Das Gebiet besteht aus Wäldern und waldfreien, ehemaligen Steinbrüchen. Es verfügt über eine reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt mit vielen regional oder sogar überregional bedeutsamen Arten.
Details
Erste Ausweisung als Naturschutzgebiet 1991
Verlängerung der Verordnung: 2015
Größe: 18,4 ha
Wie bei allen Naturschutzgebieten ist auch hier das Betreten abseits von öffentlichen Wegen zum Schutz seltener Arten nicht erlaubt!
Die Wälder
Die Landschaft wurde geprägt durch den Kalkabbau vergangener Jahrhunderte. Diese Eingriffe bilden die Grundlage für den Artenreichtum.
Von besonderer Bedeutung sind die Orchideenwälder des Gebietes. Sie dürfen nicht zu dunkel werden, daher sind gelegentlich behutsame Auslichtungsarbeiten notwendig.
Zwar wurde praktisch überall im Gebiet Kalkgestein abgebaut, was die Fotos oben auch deutlich erkennen lassen, an zwei Stellen aber entstanden tiefe Steinbrüche: der Steinbruch bei Hänscheid und der Steinbruch „In der Taubenhardt“. In diesen beiden wurde bis etwa 1900 Kalk abgebaut. In dem Steinbruch „In der Taubenhardt“ wurde in den 1950er Jahren durch den Hegering Ruppichteroth ein Schießstand errichtet. Der Schießstand wurde bis zur Ausweisung des NSG 1991 genutzt. Beide Steinbrüche wurden aus Sicherheitsgründen seinerzeit eingezäunt. Das Betreten ist, wie überall im Naturschutzgebiet verboten.
Kalksteinbruch „In der Taubenhardt (=ehemaliger Schießstand)
Das ehemalige Vereinshaus des Hegerings, das 2016 nach Schäden durch ein heftiges Hagelunwetter abgerissen werden musste. Deutlich sind die Fundamente auf dem Boden vor dem Haus erkennbar, auf denen nach dem zweiten Weltkrieg Flüchtlingsunterkünfte (Baracken) standen. (Foto: Heinz Schumacher)
Bekämpfung von Brombeeren im ehemaligen Schießstand (Foto: Heinz Schumacher)Blick in den ehemaligen Schießstand (Foto: Heinz Schumacher)Eingang zum Fledermauswinterquartier (Foto: Heinz Schumacher)Freilegung von Felspartien mit Bagger (Foto: Heinz Schumacher)Hinterer Teil des Steinbruchs (Foto: Heinz Schumacher)Wasser-Fledermaus im Winterschlaf (Foto: Heinz Schumacher)
In den 1960er Jahren entwickelte sich der Steinbruch zu einer gewaltigen Müllkippe.
In einer aufwändigen Aktion wurde die Müllkippe im November 2004 im Rahmen einer Ausgleichsmaßnahme durch Straßen NRW beseitigt. Kleinteile wurden anschließend durch RBN-Helferinnen und -Helfer eingesammelt. (Foto: Heinz Schumacher)
Foto: Heinz SchumacherFoto: Heinz Schumacher
Der Hänscheider Steinbruch heute – ein Kleinod im Bergischen Land
An jedem ersten Samstag des Monats arbeiten wir in einem Gebiet, das von uns betreut wird. Dies können ganz unterschiedliche Dinge sein. Nähere Infos geben wir ein paar Tage vorher auf unserem WhattsApp-Kanal bekannt, oder hier auf unserer Website. Bei Interesse gerne anrufen unter 0177-6257933 oder schreiben an mitmachen@rbn-ruppicheroth.de . Wir freuen uns über jede Hilfe!
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