Ortsverband Ruppichteroth

Schlagwort: ruppichteroth

  • Naturschutzgebiet Wälder auf Kalk

    Naturschutzgebiet Wälder auf Kalk

    Das Gebiet besteht aus Wäldern und waldfreien, ehemaligen Steinbrüchen. Es verfügt über eine reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt mit vielen regional oder sogar überregional bedeutsamen Arten.

    Details

    • Erste Ausweisung als Naturschutzgebiet 1991
    • Verlängerung der Verordnung: 2015
    • Größe: 18,4 ha

    Wie bei allen Naturschutzgebieten ist auch hier das Betreten abseits von öffentlichen Wegen zum Schutz seltener Arten nicht erlaubt!

    Die Wälder

    Die Landschaft wurde geprägt durch den Kalkabbau vergangener Jahrhunderte. Diese Eingriffe bilden die Grundlage für den Artenreichtum.

    Von besonderer Bedeutung sind die Orchideenwälder des Gebietes.
    Sie dürfen nicht zu dunkel werden, daher sind gelegentlich behutsame Auslichtungsarbeiten notwendig.

  • Eine längst verdiente Ehrung

    Eine längst verdiente Ehrung

    Vor kurzem wurde unser langjähriger Ortsverbandsvorsitzender Heinz Schumacher von der Gemeinde Ruppichteroth für sein außergewöhnliches und jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement im Umwelt- und Naturschutz geehrt.

    Heinz Schumacher wird durch Bürgermeister Matthias Jedich geehrt. Von links nach rechts: Sascha Seuthe, Matthias Jedich, Heinz Schumacher, Sylvia Reich, Stephen Lang. (Foto: Gemeinde Ruppichteroth)

    Von 1985 bis November 2025 war Heinz Schumacher als ehrenamtlicher Umweltschutzbeauftragter der Gemeinde Ruppichteroth tätig. In dieser Funktion begleitete und initiierte er zahlreiche Maßnahmen zum Schutz von Natur und Artenvielfalt und war über viele Jahre hinweg ein geschätzter Ansprechpartner für Verwaltung, Politik und Bürgerschaft.

    Sein Einsatz für die heimische Natur reicht jedoch noch deutlich weiter zurück. Bereits seit den 1970er-Jahren engagiert sich Heinz Schumacher in verschiedenen Funktionen für den Naturschutz – unter anderem im Bergischen Naturschutzverein, in Facharbeitsgemeinschaften sowie als langjähriger Vorsitzender der Biologischen Station im Rhein-Sieg-Kreis.

    Dank seines unermüdlichen Wirkens konnten in Ruppichteroth und darüber hinaus wertvolle Lebensräume erhalten und entwickelt werden. Dazu gehören die Sicherung ökologisch bedeutsamer Flächen, die Pflege von Streuobstwiesen und Kopfweiden, die Renaturierung von Bachläufen sowie die Umsetzung zahlreicher Ausgleichs- und Artenschutzmaßnahmen.

    Auch mit 78 Jahren setzt sich Heinz Schumacher weiterhin mit großem Engagement für Natur- und Artenschutz ein. Viele seiner Projekte und Ideen prägen bis heute die Landschaft und tragen dazu bei, die biologische Vielfalt in unserer Region zu bewahren.

    Der RBN gratuliert Heinz Schumacher herzlich zu dieser verdienten Auszeichnung und bedankt sich für seinen jahrzehntelangen Einsatz zum Wohle von Natur, Landschaft und Artenvielfalt in unserer Heimat.

  • Eichen-Prozessionsspinner oder Gespinstmotten?

    Eichen-Prozessionsspinner oder Gespinstmotten?

    In den letzten Tagen bekamen wir mehrere, teils besorgte Meldungen, dass mehrere Bäume von Eichenprozessionsspinnern befallen seien. Hier eine (hoffentlich beruhigende) Einordnung:

    Ab der Mitte ihres Lebens schützen sich die Raupen des Eichen-Prozessionsspinners durch Gifthaare vor ihren Fressfeinden. In diesen Haaren befindet sich das Eiweißgift Thaumetopoein, das auch bei Menschen allergische Reaktionen auslösen kann. Solche Allergien können mit starkem Juckreiz, Hautausschlag und im schlimmsten Fall mit Luftnot einhergehen. Dies setzt aber direkten Kontakt mit den Haaren voraus.
    Gesundheitliche Beeinträchtigungen können von den Haaren der Raupen vor allem dann auftreten, wenn man die Tiere anfasst oder die Nester öffnet.

    Aber – nicht jedes Raupengespinst stammt von Raupen des Eichen-Prozessionsspinners!

    Die behaarten Raupen des Eichen-Prozessionsspinners treten in der Regel erst ab Ende Mai auf.
    Gespinstnester, die schon Anfang bis Mitte Mai gefunden oder gemeldet werden, gehören meistens zu den sogenannten Gespinstmotten, von denen es auch bei uns mehrere Arten gibt.
    Diese für Menschen ungefährlichen Kleinschmetterlinge befallen je nach Art verschiedene Bäume und Sträucher, bei uns sind dies in der Regel Traubenkirschen, Schlehen und Pfaffenhütchen.

    Die etwa tellergroßen Nester des Eichen-Prozessionsspinners findet man ausschließlich am Stamm oder an dicken Ästen von Eichen, niemals an anderen Gehölzen.
    Außerdem überziehen ihre Gespinste nicht größere Bereiche oder sogar ganze Bäume und Sträucher.

    © F. Prelicz, Lepiforum
    Nest eines Eichen-Prozessionsspinners an einem Eichenstamm (Foto: F. Prelicz, Lepiforum)

    Die im Gegensatz zu den Prozessionsspinnerraupen nackten, unbehaarten Raupen von Gespinstmotten überziehen Traubenkirschen, Pfaffenhütchen oder Schlehen oft mit großen Gespinsten.

    Raupen der Gespinstmotten (Foto: Heinz Schumacher)

    Gelegentlich findet man Traubenkirschen oder Pfaffenhütchen, die von den Gespinstmotten-Raupen völlig eingesponnen sind.

    Raupen der Gespinstmotte an einer Traubenkirsche (Foto: Heinz Schumacher)

    Befallene Pflanzen erholen sich in der Regel jedoch wieder. Trotz des Kahlfraßes treiben sie oft sogar noch im gleichen Jahr wieder aus.

    Falls Sie also unsicher sind, hier noch einmal in Kurzform:

    • Befindet sich das Gespinst nicht an einer Eiche, sondern an einem anderen Baum,
    • haben die Raupen keine Haare,
    • ist der komplette Baum eingesponnen, oder sogar noch benachbarte Pflanzen,

    handelt es sich nicht um Eichen-Prozessionsspinner, sondern um Raupen der Gespinstmotte.

  • Ein gutes Jahr für den Schwalbenschwanz

    Ein gutes Jahr für den Schwalbenschwanz

    Von Heinz Schumacher


    2026 scheint für den Schwalbenschwanz ein gutes Jahr zu sein. So wurden bereits mehrere Falter der Frühjahrsgeneration gesichtet und auch fotografiert.

    Er ist sicher einer unserer schönsten und größten heimischen Schmetterlinge. Obwohl er im Bergischen Land laut der Roten Liste gefährdeter Tierarten nicht gefährdet ist, sieht man diesen prächtigen, auffälligen Tagfalter nur selten.
    Aber wenn man einen Schwalbenschwanz sieht, so ist dies jedes Mal ein Erlebnis.

    Foto: Heinz Schumacher

    Unter normalen Bedingungen entwickeln sich bei uns zwei Generationen im April/ Mai und wieder im Juli/ August.

    Während der Falter Blüten besucht und sich von Nektar ernährt, lebt die Raupe von den Blättern der Wilden Möhre und der Gartenmöhre. Aber keine Angst: Da die Raupen immer einzeln auftreten, richten sie keinen Schaden an.
    Außer Möhren fressen die Raupen auch an anderen Doldengewächsen, so z. B. an Dill und Kümmel.
    Die Raupen der zweiten Generation verpuppen sich im Herbst und die Puppen überwintern.

    Foto: B. Jacobi

    Bei unseren Arbeitseinsätzen haben wir immer wieder Glück und begegnen seltenen Tier- oder Pflanzenarten. Hier ein Schwalbenschwanz-Weibchen bei der Eiablage an Wilder Möhre, fotografiert von Beate Lückeroth bei einem RBN-Arbeitseinsatz am 2. Mai 2026

    „Es ist immer wieder beglückend, bei unseren Aktionen solche Entdeckungen zu machen.“

    Holger Zacharias

  • Arbeitseinsatz

    Arbeitseinsatz

    7. November | 9:00 12:30

    An jedem ersten Samstag des Monats arbeiten wir in einem Gebiet, das von uns betreut wird. Dies können ganz unterschiedliche Dinge sein. Nähere Infos geben wir ein paar Tage vorher auf unserem WhattsApp-Kanal bekannt, oder hier auf unserer Website. Bei Interesse gerne anrufen unter 0177-6257933 oder schreiben an mitmachen@rbn-ruppicheroth.de . Wir freuen uns über jede Hilfe!

  • Achtsam Gehen

    Achtsam Gehen

    3. Oktober | 14:00 16:00

    Achtsames Gehen in der Natur mit Josefine Dripke. Lassen Sie sich überraschen, mit
    welchen Sinnen wir die Natur erleben können. Die Teilnahme ist kostenfrei.
    Treffpunkt: Retscherother Str. 7 in Ruppichteroth-Retscheroth.

  • Arbeitseinsatz

    Arbeitseinsatz

    12. September | 9:00 12:30

    Pflegemaßnahmen in Ruppichterother Naturschutzgebieten. 09.00 Uhr bis ca. 12.30 Uhr.
    Genauere Informationen, und wie Sie uns helfen können, unter 0177-6257933 (Zacharias).

  • Bröltal bewegt

    Bröltal bewegt

    29. August Ganztägig

    Bröltal bewegt, das Familienfest im Mehrgenerationenpark in Schönenberg.
    Dort werden wir zum zweiten Mal neben vielen anderen Vereinen Aktionen anbieten. Wir freuen uns schon jetzt auf Ihren Besuch! Bilder aus dem letzten Jahr finden Sie hier: broeltalbewegt.de

  • Wanderung in der Nutscheid

    Wanderung in der Nutscheid

    9. August | 14:00 16:30

    Heinz Schumacher führt uns durch die Nutscheid im Bereich des Kaltbachtales.
    Es wird eine leichte Wanderung über 4,5 km und findet nur bei
    trockenem Wetter statt, daher ist eine Anmeldung empfehlenswert über info@rbn-ruppichteroth.de oder über 02295 6572 (Schumacher), 02295 902310 (Lückeroth)
    Treffpunkt: Parkplatz Penny-Markt in Ruppichteroth. Die Teilnahme ist kostenfrei.

  • Arbeitseinsatz

    Arbeitseinsatz

    5. September | 9:00 12:30

    An jedem ersten Samstag des Monats arbeiten wir in einem Gebiet, das von uns betreut wird. Dies können ganz unterschiedliche Dinge sein. Nähere Infos geben wir ein paar Tage vorher auf unserem WhattsApp-Kanal bekannt, oder hier auf unserer Website. Bei Interesse gerne anrufen unter 0177-6257933 oder schreiben an mitmachen@rbn-ruppicheroth.de . Wir freuen uns über jede Hilfe!